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Erste Fotos
Manu hat mich täglich in meinem Zimmer besucht, las mir Geschichten vor und hoffe, dass ich durch das hören einer Stimme vertrauen fasse. Doch bis jetzt hat mich das nicht beeindruckt, sondern eher gestresst und ich war froh, wenn sie jeweils das Zimmer wieder verlassen hat.
Sie findet es schade, dass sie den Draht zu mir nicht findet und mir nicht zeigen kann, dass Menschen lieb sind. Sie hat mir heute gesagt, dass sie nicht aufgeben wird und sogar versucht, über eine Tierkommunikation herauszufinden, was ich möchte.
Daher kam sie heute mit diesem blöden Blitzdings ins Zimmer und machte von mir zwei Fotos für die Tierkommunikatorin. Ich war wie immer hinter meiner Kartonschachtel zu finden und sie war sehr vorsichtig, als sie den Auslöser drückte, denn sie wusste nicht, wie ich reagieren würde.
Ich erschrak ein wenig als der Blitz auslöste und nahm eine andere Position ein, doch blieb ich hinter der Schachtel.

Findet ihr nicht auch, dass ich eine wunderschöne Tricolor Dame bin? Manu sagt mir häufig wie schön ich aussehe und dass es doch toll wäre, wenn sie mit ihren Händen durch mein Fell streichen würde. Doch das sehe ich anders und lasse sie wirklich nicht näher an mich heran und meine Augen sagen ihr auch, dass ich angst habe, wenn sie zu nahe kommt.
Sie haben mir übrigens den Spitznamen Ping Pong gegeben, da ich wirklich wie ein Ping Pong Ball durch das Zimmer springe, wenn man mich erschreckt. Ich bin sogar schon die Wände hoch und habe mich mit meinen Vorderbeinen an der Vorhangschiene festgehalten, da ich so in Panik geriet
.
Nun gut, die Tierkommunikatorin hat mir mir gesprochen und teilte Manu mit, dass ich sehr böse bin, dass man mich einsperrt und mich zwingt, meine Kinder hier zu gebären. Dass ich nicht verstehen kann, dass ich nicht draussen leben und meine Kinder dort aufziehen darf. Ich habe der Frau auch mitgeteilt, dass man mich in Ruhe lassen soll und ja nicht auf die Idee kommen soll, mir bei der Geburt zu helfen.
Manu war sehr traurig als sie dies erfahren hat, doch sie akzeptiert meinen Willen und teilte dies auch Margot mit, die ja gut zu mir schaut und mir täglich mein Futter bringt.
So nun wisst ihr also, wie ich denke und dass ich schnellstens hier raus will.
Manu sagte mir übrigens, das sie bereits für mich ein Zuhause sucht, damit sichergestellt ist, dass ich wieder wild leben kann. Es sei gar nicht so einfach ein geeignetes Zuhause zu finden, da nur sehr wenige Leute bereit seien einer Katze einen Unterschlupf zu gewähren, die sie nie werden anfassen können.
Nun hoffe ich natürlich, dass Manu jemanden findet, damit ich hier bald ausziehen darf.
Bis bald mal wieder
Eure Arielle
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