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Tschüss Arielle
Am Sonntag Abend nahm mir Margot das Futter weg und so war ich gestern morgen etwas hungrig, als Margot mit Rolf in mein Zimmer kamen. Ich sass wie immer in der Transportbox und wusste, dass sie mich hier in Ruhe lassen. Doch diesmal kam alles ganz anders
.

Rolf kam an meine Box und schloss einfach das Türchen, welches sie schon vor meinem Einzug eingesetzt und mit einer Schnur am Heizkörper angemacht hatten, damit es nicht zugehen konnte. Ich sass in der Falle
und schon kurz darauf nahmen sie die Box hoch und verliessen mit mir das Zimmer.
Nach einer kurzen Autofahrt waren wir beim Tierarzt, der mich in eine andere Box umladen musste, da niemand wusste ob nicht noch ein kleiner Passagier bei mir ist
. Nachdem sie sicher waren, dass keines meiner Kinder bei mir war, verliessen mich die zwei und wünschten mir, dass ich die Operation gut überstehen würde.
Was beim Tierarzt passierte kann ich nicht mehr genau sagen, denn kurze Zeit später wurde ich extrem müde und musste mich zum Schlafen hinlegen. Als ich wieder aufwachte hatte ich ein kahl geschorenes Bäuchlein
und war kastriert, wie sie das nennen.
Manu kam mich abends wieder abholen und als sie merkte, das man vergessen hatte mich zu chippen, nahmen mich die Tierärzte erneut und implantierten mir meinen Chip. Nun war es endlich soweit und ich durfte wieder heim.
Manu öffnete die Tür der Arztpraxis und als ich die frische Luft roch flippte ich aus. Ich machte meinem Namen alle Ehre und verhielt mich wie ein Pingpong Ball in der grossen Transportbox. Ich war so schlimm, dass mich Manu schnell auf den Boden stellte, um die Autotür zu öffnen und als sie die Box auf den Sitz stellte, sah sie, dass ich am ausbrechen war
. Schnell rief sie Hilfe herbei und die mussten mich im Auto wieder einfangen, was gar nicht so einfach war. Nach einer halbstündigen Jagd hatten sie mich aber und sperrten mich in eine Metallbox, wo ich keine Chance hatte auszubrechen. Alle waren froh, als ich mich langsam in der Box beruhigte.
Zuhause angekommen erzählte Manu allen von meinem Ausbruchsversuch und ihr hättet deren Gesichter sehen sollen. Sie waren froh, dass ich kurz vor meinem Umzug ins neue Zuhause nicht weggelaufen bin, was ich sicher gemacht hätte, wäre ich nicht erst im Auto aus der Box gekommen.
Die letzte Nacht im Pflegeplatz begann und am nächsten Morgen nahm mich Margot und brachte mich nach einer längeren Autofahrt in mein neues Domizil.
Meine neue Besitzerin war sehr erfreut als sie mich zum ersten Mal live sah und meinte, was ich für eine wunderschöne Kätzin sei. Sie freute sich sehr auf mich und schenkt mir ein tolles Zuhause. Wir wohnen wirklich im Grünen, um uns herum hat es nichts ausser Wiesen und Felder. Ein Paradies für einen Wildling wie mich. Ich werde gefüttert, habe ein trockenes, warmes Plätzchen zum schlafen und darf sein wie ich will
. Niemand macht mir Vorschriften oder erwartet, dass ich zutraulich werde, obwohl dies mein neues Frauchen natürlich hofft.
Bald darauf verliess uns Margot und wünschte mir ein langes und glückliches Leben und hofft sehr, wieder einmal etwas von mir zu hören. Denn obwohl ich am Schluss nicht mehr so kooperativ war, wusste sie, dass ich ein liebes Mädchen bin, das nun mal einfach angst vor den Menschen hat.
Obwohl ich meine Kinder vermisse und gerne noch einige Zeit mit ihnen verbracht hätte weiss ich, dass Margot gut zu ihnen schauen wird und mir ist auch klar, dass die drei als zahme Kätzchen die besseren Chancen auf ein schönes Leben bei den Menschen haben.
Wer weiss, vielleicht melde ich mich mal wieder bei Euch.
Tschüss zusammen
Eure Arielle

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